06.03.2018

Unternehmen im Fadenkreuz von Online-Kriminellen

Der Schutz vor Cyberkriminalität wird immer wichtiger. Das war das Thema des Neusser Mittelstandsforums, das ich seit Jahren regelmäßig moderiere. Immer mehr Unternehmen werden Opfer von Angriffen. Und gerade kleine und mittlere Unternehmen, die meinen, sie seien doch gar nicht attraktiv für Kriminelle, erwischt es inzwischen besonders oft, weil gerade sie sich zu wenig schützen.

Der Angriff auf das Lukas-Krankenhaus

Vor zwei Jahren wurde das Lukas-Krankenhaus in Neuss bundesweit bekannt: Als Opfer eines Erpressungsversuchs von Online-Kriminellen. Der Fall wurde nicht deswegen so bekannt, weil er eine Ausnahme war. Er wurde deswegen so bekannt, weil der Umgang mit dem Angriff eine Ausnahme vor. Der kaufmännische Geschäftsführer Nicolas Krämer erläuterte, warum man sich zur vollständigen Offenheit entschlossen hat und wie wichtig es am Ende war, den Erpressern nicht nachzugeben, auch wenn das bedeutet hat, das komplette Krankenhaus tagelang vom Netz zu nehmen.

Die Mitarbeiter schulen

Tim Berghoff, IT-Sicherheitsspezialist von G-Data, erklärte, wie wichtig die Mitarbeiter im Kampf gegen Online-Kriminalität sind. Noch immer ist die infizierte E-Mail der Haupteinfallsweg von Kriminellen. Ein Sicherheitssystem ist immer nur so sicher wie der leichtfertigste Mitarbeiter. Bei den Angriffen geht es nicht nur um Erpressung, es geht um Datenklau, es geht auch darum, die Computer und Server eines Unternehmens für andere kriminelle Aktivitäten zu nutzen. Weil das so ist, kann inzwischen jedes Unternehmen betroffen sein. Und eben deswegen, so das Fazit des Abends, wird der Kampf gegen solche Angriffe immer wichtiger.

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