07.10.2017

S-Bahn-Ausbau Köln

Den Dauerstau in einer Großstadt wie Köln werden wir nicht durch noch mehr Straßen beheben können. Was wir brauchen, ist ein Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Und für eine Stadt wie Köln mit tägliche hunderttausenden von Pendlern bedeutet das vor allem den Ausbau des S-Bahn-Netzes. Auftakt dazu war eine Akteurskonferenz im KölnSky mit einem grandiosen Blick auf das Problem und seine möglichen Lösungen.

Die Deutsche Bahn, der Nahverkehr Rheinland und das Land NRW wollen die Lösung gemeinsam angehen. In einem ersten Schritt geht es um den Ausbau der S 11 Richtung Bergisch Gladbach. Der Takt soll von 20 auf 10 Minuten verkürzt werden. In Deutz und am Hauptbahnhof gibt es jeweils einen zusätzlichen S-Bahnsteig. Und obendrein soll die Strecke zwischen Dellbrück und Bergisch Gladbach zweigleisig ausgebaut werden. 

Allerdings werden solche Maßnahmen heutzutage nicht mehr einfach beschlossen und dann umgesetzt. Alle Beteiligten haben inzwischen gelernt, dass große Bauprojekte nur noch mit einer umfassenden Beteiligung der Bürger und aller Interessengruppen funktionieren können. Schon vor der von mir moderierten Akteurskonferenz ist mit zahlreichen Organsationen und Verbänden geredet worden. Dieser Dialog soll im Laufe des Projekts ständig fortgesetzt werden. Es gibt ein umfassendes Kommunikations- und Beteiligungskonzept.

Das bedeutet übrigens nicht, dass solche Kommunikationsprozesse dem Ziel dienen, längst gefasste Beschlüsse nur ein wenig besser zu erklären als in der Vergangenheit. Das bedeutet vielmehr, dass die Planungen eben noch nicht abgeschlossen sind, damit die Bürger sich umfassend mit eigenen Ideen und Vorschlägen einbringen können. Oder wie ein Bahnvertreter sagte: "Die wissen doch oft viel besser als wir, auf was alles geachtet werden muss." Die Akteurskonferenz war der Auftakt. Der Auftakt zu einem spannenden Prozess.