02.10.2017

IHK-Handelstag NRW in Bielefeld

Der Handel verändert sich dramatisch. Das Internet setzt neue Regeln. Die Innenstädte müssen sich in der Folge neu erfinden. Über all das wurde beim IHK-Handelstag in Bielefeld diskutiert. Unter der Überschrift "City 4.0 - How does it feel? - Wie sieht sie aus, die Innenstadt von morgen?"

Es gibt viele Fragen. Und es ist nicht ganz einfach, die richtigen Antworten zu finden. Klar jedenfalls ist: So wie bisher können die klassischen Händler nicht weitermachen. Tun die meisten auch nicht. Deswegen ging es auf diesem IHK-Handelstag nicht zuletzt darum, sich über zukunftsfähige Konzepte auszutauschen. Was wollen die jungen, kaufkräftigen Kunden von heute und morgen? Wie erreiche ich die? Wie bediene ich die auf beiden Kanälen: Analog und digital?

Das Internet verändert aber nicht nur den Handel. Es verändert in der Folge auch die Städte, vor allem natürlich die Innenstädte. Auch die müssen sich neu erfinden. Wie kann das gehen? Wie bekommen wir das hin, dass Digitalisierung nicht nur die Ursache von radikalen Veränderungsprozessen ist, sondern womöglich auch bei der Bewältigung helfen kann? Wie also kann digitale Bürgerbeteiligung bei der Planung der Innenstädte von morgen aussehen? Auch das war ein zentrales Thema bei diesem IHK-Handelstag. Genauso wie die veränderte Nutzung ehemaliger Handelsimmobilien.

Einer der Höhepunkte war ohne Frage die Keynote von Skateboard- und Handelslegende Titus Dittmann, der den Teilnehmern erklärte, wie er jahrzehntelang den deutschen Skateboardmarkt dominiert hat, dann fast alles verlor und schließlich den Neustart schaffte. Ein Vortrag mit höchstem Unterhaltungswert. Einer der Kernsätze war dieser hier: "Und wenn dann irgendwann das Ego an Deine Tür klopft: Bloß nicht aufmachen!"