02.10.2017

Diözesanes Forum des Erzbistums Paderborn

Das war keine Standardveranstaltung und auch keine Standardmoderation für mich. Das Erzbistum Paderborn ist seit Jahren in einem groß angelegten Zukunftsprozess. Am 29. und am 30. September 2017 wurde in der Stadthalle Unna bei einem großen Diözesanen Forum eine Zwischenbilanz gezogen und intensiv über die nächsten Veränderungsschritte diskutiert. Ich habe das Forum gemeinsam mit Jutta Loke aus dem Bistum moderiert.

Die Liste der Fragen schien endlos. Die Bereitschaft, Antworten zu finden, aber auch. Wie muss sich die Kirche für die Zukunft aufstellen? Welche Herausforderungen entstehen dabei? Wie können Beschwerden und Konflikte verlässlich und frühzeitig bearbeitet und als Chance genutzt werden? Welche Entwicklungsmöglichkeiten gibt es für ehrenamtliche Mitverantwortung in den Gemeinden? Welche besonderen Anforderungen stellen sich für Führungskräfte? Wie können Haupt- und Ehrenamtliche gemeinsam die Zukunft gestalten? Und: Wie wichtig ist es, nicht zu vergessen, dass es um etwas ganz Besonderes geht? Um Gott. Und um den Glauben.

In 25 Workshops wurde diskutiert. Auf einem Marktplatz an mehr als 40 Ständen miteinander geredet. Und es wurde deutlich: Es ist eine Menge passiert. Und es gibt eine Vielzahl von Ideen, wie alle Beteiligten den Weg gestalten können. Erzbischof Hans-Josef Becker machte deutlich, dass ihm bewusst ist, dass auf diesem Weg experimentiert werden muss und dass vor Ort in den Gemeinden mehr Entscheidungen als bisher möglich sein müssen. 

Beeindruckend waren nicht zuletzt die Kreativität und der Ideenreichtum, mit dem diskutiert worden ist. Und kreativ wurden die Ergebnisse aus dem Workshops auch dokumentiert und ins Plenum gebracht. Sie werden jetzt die Grundlage für den weiteren Weg sein. Denn darum geht es: Diesen Weg immer wieder neu anzureichern mit Ideen.

Für mich was das eine ganz besondere Moderation. Einmal, weil ich mit Jutta Loke eine großartige Co-Moderatorin hatte. Zum anderen aber auch, weil ich zwei Tage mit Menschen gearbeitet habe, die nicht nur mit dem Verstand arbeiten, sondern in besonderer Weise auch mit dem Herzen.