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Wie viele Teilnehmer auf meiner Seite machen Sinn?

Natürlich sollen auf Seiten der Journalisten so viele Teilnehmer wie irgend möglich sitzen. Aber wie viele Vertreter Ihres Unternehmens oder Ihrer Organisation machen Sinn? Hier gilt die Devise: Weniger sind in der Regel mehr.

Meine Rekordpressekonferenz sah so aus. Ein Bündnis sozialer Organisationen wollte mitteilen, dass dieses Bündnis geschlossen worden war. Dazu wurden wir Journalisten eingeladen. In dem Bündnis hatten sich 15 Organisationen zusammen gefunden. Und jede dieser 15 Organisationen hatte einen Vertreter geschickt. Und alle 15 Vertreter wollten etwas sagen. Auf der Seite der Journalisten waren wir übrigens zu Dritt. Und bei uns lagen die Nerven blank.

Völlig in Ordnung finden wir Journalisten es dagegen, wenn uns zwei Vertreter Auskunft geben. Einer allein, das spricht für eine sehr eingeschränkte Sichtweise. Schöner lässt sich eine Geschichte immer erzählen, wenn es auch noch einen zweiten, einen ergänzenden Blickwinkel gibt. Zur Not akzeptieren wir auch noch einen dritten Gesprächspartner. Aber alles darüber macht keinen Sinn.

Klären Sie also vorab, wer auf Ihrer Seite Platz nehmen soll. Und klären Sie unbedingt auch, wer was sagen soll. Denn auch das erlebt man bei solchen Gelegenheiten immer wieder: Die Aufführung des schönen, alten Spruchs „Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch lange nicht von jedem!"

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