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Wen biete ich zum Gespräch an?

Was für eine abwegige Frage, wird jetzt mancher denken. Natürlich den Chef, seinen Stellvertreter und überhaupt die wirklich wichtigen Leute von unserem Laden. Aber verstehen die auch was vom Thema?

Der Chef als Alleskönner und Alleswisser – das ist heute längst Vergangenheit. Natürlich wollen wir Journalisten mit jemandem reden, der Verantwortung trägt, der was zu entscheiden hat und der hoffentlich auch etwas zu sagen hat. Aber wenn der Chef sich äußern will, dann muss er auch im Thema sein.

Oft ist es sinnvoller (oder zumindest ebenso sinnvoll), die wirklichen Experten zum Gespräch anzubieten. Die, die ein Projekt wirklich durchführen. Die, die wirklich tagtäglich mit dem Thema zu tun haben. Die, die jede Frage beantworten können.

Obendrein sind das häufig die, die nicht nur Fakten vermitteln können, sondern auch die von uns Journalisten geliebten Emotionen verkörpern.

Deswegen, wenn der Chef schon vor die Presse will, dann sollte er das nicht allein tun. Und er sollte die anderen auch tatsächlich gleichberechtigt zu Wort kommen lassen.

Noch besser allerdings ist es, wenn auch die sogenannten „Betroffenen" zu Wort kommen, also nicht nur diejenigen, die etwas machen, sondern auch die, für die etwas gemacht wird.

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