23.10.2018

So ja nun nicht

Das versteht sich von selbst, dass Journalisten Sie und Sie und Sie auch nicht immer glücklich machen. Dazu sind die auch gar nicht da. Nicht einmal bei der CSU. Da könnten Sie sich natürlich jetzt beschweren oder drohen oder maulen. Sollten Sie aber nicht. Denn: Von der CSU lernen heißt, nee, nicht siegen lernen, aber vielleicht ja, Dummheiten verhindern lernen.

Natürlich versucht jeder ständig Journalisten und ihre Berichterstattung zu beeinflussen. Ganze Berufsgruppen sind nur dafür zuständig. Das wissen wir Journalisten. Damit leben wir Journalisten. Und gelegentlich sind wir für die ein oder andere Information sogar dankbar, selbst dann, wenn sie uns nur aus durchsichtigen Interessen zugespielt worden ist.


Was wir Journalisten aber so gar nicht mögen, das sind Drohungen. Da werden wir im Zweifelsfall sehr knatschig. Und wenn dann ein Journalist auch noch öffentlich von einer solchen Drohung berichtet, dann bricht leicht auch mal die Hölle los. Von Polizisten weiß man, dass die alles stehen und liegen lassen, wenn über Funk die Meldung kommt, dass einer von ihnen in Gefahr ist. Und so ähnlich ist das bei Journalisten auch.


Wenn da einem gedroht wird, fühlen wir uns sicherheitshalber alle bedroht. Und dann rotten wir uns zusammen und dann kennen wir keine Gnade. Jedenfalls so etwa einmal im Jahr. Sonst würde das zu anstrengend. 


Und deswegen sollten Sie darauf achten, immer nett zu uns zu sein. Und drohen Sie uns am besten so, dass wir es gar nicht merken!

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