18.07.2018

So geht das nicht

Die Bundesregierung und die schwarz-gelbe Koalition geben derzeit ein fürchterliches Bild in der Öffentlichkeit ab. „Aufhören!“ titelt der Spiegel. „War’s das?“ fragt die Wirtschaftswoche. Von einer „Chronik des Versagens“ spricht die Süddeutsche Zeitung. Viel Arbeit für die Öffentlichkeitsarbeiter der Regierung. Aber die haben keine Chance.

Natürlich schreiben Journalisten Trends herbei. Selbstverständlich spitzen sie gerne zu. Und gelegentlich schildern sie die Lage auch schlimmer als sie tatsächlich ist. Aber in diesem Fall verhält es sich anders.

Tatsächlich arbeiten Regierung und Koalition miserabel. Und das schon seit Monaten. Würden die Beteiligten das nicht selber wissen, würden sie den Medien nicht immer wieder zu so wunderbaren Schlagzeilen verhelfen. Sie haben das angerichtet, worüber die Journalisten berichten. Sie ziehen selber übereinander her.

Nun sind natürlich gerade auch in der Politik zahlreiche Profis in Sachen PR und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Werk. Aber auch denen gelingt es nicht, diese Politik in ein besseres Licht zu rücken. Und das, obwohl sie sich ganz sicher alle Mühe geben.

Was lernen wir daraus? Letztlich kann Öffentlichkeitsarbeit allenfalls ein paar Retuschen am wirklichen Bild erreichen. Tatsächlich ist es so: Nicht gute Öffentlichkeitsarbeit sorgt für ein gutes Bild. Nur gute Arbeit kann dafür sorgen.

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