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19.11.2018

Nichts ist noch unmöglicher

Doch, wahrscheinlich ist manches noch unmöglicher. Ist halt nur ein Wortspiel, weil wir uns ein weiteres Mal mit Toyota beschäftigen müssen. Und mit seiner Öffentlichkeitsarbeit.

Keine Frage, der Autokonzern hat einen Skandal der Extraklasse an der Backe. Nicht nur, weil Gaspedale klemmen und Bremsen nicht richtig funktionieren, sondern vor allem, weil nach und nach mehr Einzelheiten bekannt werden. Zum Beispiel diese: Schon vor drei Jahren wusste das Unternehmen von den Gas-Problemen. Aber erst als es in den USA immer mehr schwere Unfälle deswegen gegeben hat und darüber immer mehr berichtet wurde, sah man sich zum Handeln genötigt. Nicht nur in den USA. Auch bei uns.

In ganzseitigen Zeitungsanzeigen von Toyota ist heute das hier zu lesen: „Wir riskieren lieber negative Schlagzeilen als Ihre Sicherheit." Wie bitte? Drei Jahre lang ist die Sicherheit der Kunden riskiert worden. Dann gab es Schlagzeilen. Und dann schaltet Toyota Riesenanzeigen in denen munter das exakte Gegenteil behauptet wird. Das ist schon dreist.

Aber aus Sicht professioneller Öffentlichkeitsarbeit ist das nicht nur dreist. Das ist auch richtig dumm. Denn Profis in dem Bereich können viel. Aber das können sie nicht: Empörte und verängstigte Menschen mit der offensichtlichen Verdrehung von Tatsachen beruhigen. Toyota hat noch eine Menge zu lernen.

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