18.06.2018

Formulare, Formulare

Wie geht dieser alte Spruch? „Von der Wiege bis zur Bahre – Formulare, Formulare!“ Nun sind ja auch Formulare eine Form von Kommunikation. Jemand will was ganz genau wissen. Und ich soll es ganz genau beantworten. Aber eben das kann ganz schön schief gehen.

Nehmen wir mal den Bafög-Antrag. Von dem berichtet die Süddeutsche Zeitung, dass der aus acht Formblättern besteht. Der durchschnittliche Antragsteller braucht für das Ausfüllen fünfeinhalb Stunden. Das ist aber offenbar nicht etwa arg viel Zeit. Es ist zu wenig Zeit. Denn nur einem Prozent der Antragsteller gelingt es, die Anträge fehlerfrei auszufüllen. 99 Prozent machen etwas falsch.

Das kann jetzt nicht wirklich an der Dösigkeit der Antragsteller liegen. Das muss vielmehr etwas mit der mangelnden Verständlichkeit der Formulare selbst zu tun haben. In denen wird offenbar jede Menge gefragt. Nicht allerdings nach der Telefonnummer oder der E-Mail-Adresse. Was wiederum dazu führt, dass bei einer Fehlerquote von 99 Prozent leider keine schnellen Rückfragen möglich sind, um die Quote ein wenig zu drücken.

Was wollte schon Reinhard Mey? „Einen Antrag auf Erteilung eines Antragformulars."

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