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19.11.2018

Jetzt mal ehrlich

Unternehmen versprechen in Ihrer PR gerne die dollsten Sachen. Können sie auch ruhig, wenn sie das, was sie da versprechen, anschließend auch halten. Können sie das allerdings nicht, dann geraten sie in Teufels Küche. Das erlebt gerade eine Firma, die der Öffentlichkeit eine dolle Geschichte über eine Sensationsbatterie für Elektroautos verkauft hat.

Alle reden derzeit vom Elektroauto, nur bei den Batterien hapert es noch sehr. Da traf es sich gut, dass die kleine deutsche Firma DBM Energy mit einen Wagen mit einer einzigen Batterieladung von München nach Berlin fuhr. Eine sensationelle Leistung. Ein absoluter Rekord. Der Wagen wurde vor dem Bundeswirtschaftsministerium geparkt, Minister Brüderle eilte begeistert persönlich us dem Haus und schüttelte dem Fahrer vor den Fernsehkameras anerkennend die Hand. Die Meldung schaffte es bis in die Tagesschau.

Dummerweise hat die Firma aber bis heute nicht erklären können, wie sie den Coup geschafft hat, wie ihre Batterie funktioniert, was sie besser kann als alle anderen. Stattdessen wurde schon auf der Jubelfahrt Journalisten die Begleitung untersagt. Und seitdem bleibt das Unternehmen Antworten auf sämtliche Fragen schuldig.

Aus dem PR-Coup ist inzwischen eine PR-Katastrophe getroffen, denn natürlich wird weiter von den Medien berichtet. Jetzt allerdings darüber, dass an der Geschichte offenbar richtig was faul ist.

Deswegen: Jubelmeldungen machen nur dann Sinn, wenn auch wirklich gejubelt werden kann. Ansonsten droht Heulen und Zähneklappern und der Verlust eines bis dahin vielleicht ja guten Rufs.

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