18.07.2018

Kommunikationskatastrophe

Und nicht nur das: Kommunikationschaos. Kommunikationsversagen. Kommunikationsdesaster. Das sind nur einige der Formulierungen, die in den vergangenen Tagen und Wochen im Zusammenhang mit dem umstrittenen Bahnprojekt Stuttgart 21 zu hören waren. Und das sind samt und sonders Formulierungen von Befürwortern des Projekts.

Denn das haben auch die kapiert: Irgendetwas ist grundlegend schief gelaufen. Aber was? Das ganze Projekt, werden jetzt die Gegner sagen. Doch immerhin ist das ja mal in der Tat demokratisch mit klaren Mehrheiten beschlossen worden. Aber genau an dieser Stelle beginnt das Problem. Denn offenbar hat sich etwas in unserem Land grundsätzlich verändert.

Früher war es so wie beim Projekt Stuttgart 21. War eine Sache erst einmal beschlossen, dann musste man sich dazu nicht mehr groß äußern. Die Kommunikation über Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung endete in dem Moment, in dem diese Entscheidungen gefallen waren.

Stuttgart 21 aber zeigt deutlich, dass da so heutzutage nicht mehr geht. Im Grunde muss heute die Kommunikation in dem Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist, erst richtig beginnen. Das aber ist in vielen Köpfen noch nicht drin. Deswegen gibt es die Kommunikationskatastrophe, die mittlerweile natürlich noch viel mehr als nur eine Kommunikationskatastrophe ist.

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