16.07.2018

Nichts ist unmöglich

Ein Konzern braucht einen Slogan. Der muss eingängig sein. Der muss originell sein. Der muss langlebig sein. Der Toyota-Slogan „Nichts ist unmöglich“ ist so einer. Und jetzt rächt er sich.

Das hat schon was. Jahrelang ist Toyota als der perfekteste aller Autokonzerne gefeiert worden. Als Musterbeispiel. Als Vorbild. Als Könner in Sachen Fehlervermeidung. Und dann ist Toyota übermütig geworden. Man wollte nicht nur Klasse, man wollte auch Masse. So schnell wie möglich sollte Toyota General Motors von der Weltspitze verdrängen. Als größter Autokonzern von allen. Das ist auch gelungen. Aber zu welchem Preis?

Jetzt ächzt das Unternehmen unter der größten und wohl auch teuersten Rückrufaktion, die es in der Automobilgeschichte bisher gegeben hat. Weit über eine Milliarde Euro wird die Reparatur von Gaspedalen und Bremsen kosten. Die Reparatur des Images dürfte noch viel teurer werden.

Und jetzt plötzlich wird der einstmals so originelle Werbespruch „Nichts ist unmöglich" zum Bumerang. Denn mit kaum einem Satz lässt sich das Chaos bei Toyota besser beschreiben als ausgerechnet mit diesem. Was lernen wir daraus? Gerade in guten Zeiten immer auch an die schlechten denken. Nicht zuletzt, was die Werbung angeht.

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