24.01.2018

DGB-Bildungswerk: Gerechtigkeit und Digitalisierung

Das schöne Kürzel 4.0 hängen wir derzeit an fast alle Fachbegriffe dran. Ja, die Digitalisierung verändert die Welt. Sie verändert sie radikal und sie verändert sie grundsätzlich und sie tut das auf nahezu allen Gebieten. Erst recht dort, wo es um Arbeit geht. Damit stellen sich viele Fragen völlig neu. Und eine ganz zentrale Frage stand im Mittelpunkt der Neujahrstagung des DGB-Bildungswerks NRW, die ich moderiert habe: Wie steht es eigentlich um Gerechtigkeit in einer digitalisierten Gesellschaft?

Große Herausforderungen

Die Digitalisierung hat gleich doppelt Auswirkungen auf die Gerchtigkeit im Arbeitsleben. Sie betrifft zunächst einmal jeden einzelnen Beschäftigten und damit die Unternehmen, in denen er oder sie tätig ist. Wie rüsten die sich für die Veränderungen? Wie nehmen sie die Beschäftigten mit? Welche Fertigkeiten sind künftig gefragt? Wie ändert sich die Arbeit? Wie aber auch stellt sich die soziale Frage immer wieder neu. Das war das eine Thema der Tagung. 

Wie gestalten wir die Zukunft?

All die radikalen Veränderungen habe aber auch Folgen für das gesellschaftliche Gefüge insgesamt, vor allem auch für die künftige Struktur und die künftige Finanzierung des Sozial- und auch des Rentensystems. Müssen Roboter künftig Einkommensteuer bezahlen? Wie machen wir unser Sozialsystem digitalisierungsfest? Und vor allem: Wie müssen und wie können wir all diese radikalen Veränderungen gesellschaftlich gestalten? Denn das war auch bei dieser Tagung klar: Wir müssen sie gestalten. Und noch etwas zeigte sich beim DGB-Bildungswerk: Politische Bildung wird immer noch wichtiger.