09.12.2017

Flüchtlinge als Ehrenamtliche

Das ist eine der ganz großen Herausforderungen in unserem Land: Die Menschen, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind, in unsere Gesellschaft zu integrieren. Der Bezirksverband Westliches Westfalen der Arbeitswohlfahrt hat in den vergangenen Jahren dazu ein besonderes Projekt durchgeführt. Unterstützt von der Aktion Mensch sind Geflüchtete zu Ehrenamtlichen ausgebildet worden. In Hagen fand jetzt die Abschlussveranstaltung des Projektes statt.

Abschluss in Hagen

Gekommen waren Menschen, die sich in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder getroffen, die intensiv miteinander gerarbeitet haben und die jetzt einen Tag lang miteinander feiern wollten. Und sich erinnern, an Schulungen, an Ausflüge, an gemeinsame Aktionen von Deutschen und Geflüchteten.

Das Motto: "Macht euch stark!"

Die AWO hat es gewagt. Und sie hat eine Menge gewonnen. Den Geflüchteten Frauen und Männern wurden keine fertigen Projekte vorgegeben, die haben sich selbst umgeschaut, wo welcher Bedarf war und haben dazu eigene Ideen entwickelt. So sind unter anderem Smartphone-Kurse für Senioren, Yoga-Trainings in Altenheimen, aber auch Handwerkergruppen entstanden, in denen sich Geflüchtete intensiv um andere Menschen gekümmert haben. Das alles unter dem Motto "Macht euch stark!"

Geflüchtete als Co-Moderatoren

Durch das Projekt konnten sich die Geflüchteten einbringen, konnten besser Deutsch lernen als in jedem Kurs und haben Ideen für ihre eigene Zukunft entwickelt. Offiziell ist "Macht euch stark" jetzt beendet. Tatsächlich aber waren die Hilfsangebote für beiden Seiten so erfolgreich, dass das Projekt vom kommenden Jahr an ehrenamtlich weitergeführt wird. Von AWO-Mitarbeitern und von Geflüchteten. Moderiert habe ich die Veranstaltung übrigens nicht alleine. Zwei syrische Co-Moderatoren haben mich unterstützt: Media Bijo und Walid Moustafa. 

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