Wie schnell muss ich auf eine Journalistenanfrage reagieren?

Natürlich müssen Sie erst einmal entscheiden, ob Sie überhaupt reagieren wollen. Aber wenn Sie das wollen, dann sollten Sie sich beeilen. Sehr beeilen.

Es gibt zwei ganz unterschiedliche Situationen. Entweder geht es ganz konkret um Sie oder Sie werden sozusagen stellvertretend kontaktiert. Als Beispiel für eine Branche. Als Beispiel für einen Verein, für eine soziale Einrichtung.

Im zweiten Fall müssen Sie, wenn Sie diese Gelegenheit zum Medienkontakt nutzen wollen, blitzschnell reagieren. Wenn bei Ihnen niemand kann und niemand will, dann wird ruckzuck der nächste angerufen. Deswegen müssen Ihre Auskünfte konkret sein und sie müssen verbindlich sein. Wenn Sie ankündigen, in einer Viertelstunde zurückzurufen, dann sollten Sie das auch tun, denn spätestens nach 20 Minuten wird die Nummer der Konkurrenz gewählt und Sie sind außen vor.

Geht es dagegen ganz konkret um Sie, dann haben Sie natürlich ein wenig mehr Zeit, aber eben auch nicht beliebig viel Zeit. Bei aktuellen Berichten braucht der Journalist eine schnelle Antwort, um entscheiden zu können, ob der Bericht für die aktuelle Ausgabe oder Sendung noch etwas wird. Er muss die Gelegenheit haben, sich auch noch anders zu entscheiden.

Und selbst bei nicht tagesaktuellen Berichten wird eine möglichst schnelle Antwort erwartet. Denn je länger Sie einen Journalisten vertrösten, desto größer wird bei dem der Verdacht, dass Sie sich vor einer Antwort drücken wollen. Ja mehr noch, dass Sie womöglich etwas zu verbergen haben.

Deswegen: Journalistenkontakte müssen Priorität haben. In Ihrem eigenen Interesse.

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