Wer sollte eine Veranstaltung moderieren?

Klar, der Moderator. Aber dummerweise ist das kein Ausbildungsberuf. Sicher, in dem Bereich gibt es Profis. Aber die kann sich nicht jeder leisten. Wer aber sollte dann diese wichtige Aufgabe übernehmen?

Einer ganz bestimmt nicht, nämlich der Chef. Moderiert der Chef eine Veranstaltung, dann ist der eben nicht nur Moderator, dann ist er immer auch Chef. Dann ist jedem klar, dass jede Äußerung nicht nur eine Moderatoren-Äußerung ist, sondern eben auch eine Chef-Äußerung. Und hinter jeder Moderatoren-Frage wird in Wirklichkeit eine Chef-Frage vermutet

Das Ergebnis: Die ganze Geschichte wird ein einziger Krampf und ein Erfolg wird sie deswegen ganz sicher nicht.

Die Rolle des Moderators ist ein möglichst neutrale. Er sollte, wenn es irgend geht, keine persönlichen Interessen mit den Inhalten der Veranstaltung verbinden. Keine Karrierehoffnungen, keine Ängste vor anschließender Kritik, keine ausgeprägte Meinung, die er für die einzig richtige hält.

Ziel des Moderators muss es sein, möglichst viele Menschen zu Wort kommen zu lassen, möglichst viele Meinungen gelten zu lassen und dazu beizutragen, dass Menschen miteinander ins Gespräch kommen. In Diskussionsrunden, nach Vorträgen, in Nachfragen und Meinungsäußerungen.

Und deswegen ist es auch wichtig, dass nicht nur er selbst sich möglichst neutral verhält, sondern dass die Teilnehmer ihn für möglichst neutral halten.

Noch einmal: Deswegen ist es am besten, wenn der Moderator von außerhalb kommt. Aber wenn das nicht geht, dann versuchen Sie, all diese Hinweise bei der Auswahl eines Moderators aus den eigenen Reihen zu berücksichtigen.

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