Wer sind eigentlich meine Zuhörer?

Viele von Ihnen werden so eine Art Standardvortrag im Schreibtisch oder auf der Festplatte haben. Einen für alle Fälle. Einen, der alles irgendwie sagt. Einen, der die Schwerpunkte Ihrer Arbeit umfassend darstellt. Einen, den Sie schon dutzendfach gehalten haben. Und genau da ist Vorsicht angebracht.

Einen Vortrag zu halten, das ist ja kein Selbstzweck. Wer vorträgt, der will etwas mitteilen. Und das klappt nur, wenn er auch verstanden wird. Wobei es nicht die Aufgabe des Publikums ist, sämtliche Anstrengungen zu unternehmen, um das, was Sie sagen wollen, zu verstehen. Nein, es ist vielmehr Ihre Aufgabe, vom Publikum verstanden zu werden.

Und dazu müssen Sie sich ganz am Anfang (und zwar am Anfang Ihrer Vorbereitung und nicht erst am Anfang Ihres Vortrags) erst einmal das hier fragen: Wer bitteschön sind eigentlich meine Zuhörer? Sind das Kollegen oder sind das Fremde? Sind das Partner oder sind das Konkurrenten? Sind das Experten oder sind das Laien? Sind die freiwillig da oder zum Zuhören vergattert worden? Sind die mir wohl gesonnen oder nicht?

Allein schon diese Aufzählung macht klar, wie unterschiedlich eine Zuhörerschaft sein kann. Und ja, natürlich unterscheiden sich die Merkmale obendrein von Person zu Person. Aber fragen Sie sich zumindest: Was trifft auf die Mehrheit meiner Zuhörer zu?

Und wenn Sie sich das klar gemacht haben, dann überlegen Sie sich im nächsten Schritt, was das für die Art und Weise Ihres Vortrages bedeutet. Ohne diese Vorüberlegung reden Sie auf gut Glück. Und wer auf gut Glück redet, der kann leicht Pech haben. Und ist es am Ende obendrein noch selber schuld.

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