Was ziehe ich im Fernsehen an?

Über Ronald Reagan hat es während seiner Präsidentschaft immer wieder kritische Berichte gegeben. Als ein Mitarbeiter sich mit Reagan gemeinsam einmal einen besonders bösen Bericht im Fernsehen anschaute, machte der Mitarbeiter sich angesichts der möglichen Reaktion des Präsidenten große Sorgen. Reagan aber zeigte sich als alter Hollywood-Profi und sagte: „Der Text ist doch egal. Es waren zweieinhalb Minuten tolle Bilder von mir. Das zählt.“ Und in der Tat urteilen unsere Augen oft schneller und nachhaltiger als unsere Ohren. Gerade im Fernsehen. Wie also ziehen Sie sich für ein Fernseh-Interview richtig an?

Natürlich sollten Sie seriös wirken, aber zugleich auch nicht verkleidet.

Aber nicht alles, was im täglichen Leben gute Bekleidung ist, ist auch vor einer Fernsehkamera eine gute Bekleidung.

Hier ein paar Faustregeln:

Kleiden Sie sich nicht durchgehend schwarz oder weiß. Natürlich ist eine dunkle Jacke oder ein weißes Hemd in Ordnung, aber durchgehend schwarze und noch mehr durchgehend weiße Kleidung macht der Kamera Probleme. Das Bild wirkt unruhig.

Kleiden Sie sich nicht in leuchtend roten und leuchtend blauen Farbtönen. Die neigen im Fernsehbild dazu, an den Rändern unscharf und verwaschen zu wirken.

Ziehen Sie keine kleinkarierten und keine schmal gestreiften Hemden oder Jacken an. Auch damit werden selbst modernste Fernsehkameras häufig nicht fertig. Das Bild flimmert und flackert und lenkt von Ihrer Aussage ab.

Und ziehen Sie – das gilt besonders für Frauen – auch nichts Kunterbuntes und nichts wild Geblümtes an. Das wirkt unruhig. Und Sie tun das damit auch.

Im Fernsehen wirken gedeckte Farben am besten. Besonders gut beige und braune Farbtöne. Aber die stehen nicht jedem.

So oder so: Gönnen Sie sich ein paar Minuten mehr als üblich vor dem Kleiderschrank. Denn damit schaffen Sie die Grundlage, dass Sie nicht nur gesehen, sondern tatsächlich obendrein auch noch gehört werden.

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