Warum John F. Kennedy Präsident geworden ist

John F. Kennedy war ein ganz großer Präsident. Denken die meisten. Ein Held. Eine Ausnahmeerscheinung. Von den Amerikanern gewählt, weil sie seine Politik wollten. Eine neue Politik. Eine andere Politik. Mag ja sein. Aber die Wahl hat er aus einem anderen Grund gewonnen. Und daraus kann man etwas lernen.

Anders als viele Leute heutzutage meinen, war der Wahlsieg von Kennedy kein berauschender Erfolg, sondern eine ganz knappe Angelegenheit. Auf ihn entfielen am Ende 34.221.359 Stimmen. Auf seinen Gegenkandidaten Richard Nixon nur 12.000 Stimmen weniger.

Ja, zugegeben, die US-Präsidentschaft wird nicht per Mehrheitswahl entschieden, sondern durch ein kompliziertes Wahlleute-System. Aber die absoluten Zahlen machen eben deutlich, wie knapp damals die Entscheidung tatsächlich war.

Und heute sind sich die meisten Experten einig, dass Kennedy nicht gewonnen hat, weil er der Bessere war. Der wurde er erst später. Tatsächlich hatte er nur den besseren Auftritt. Erstmals nämlich gab es vor der Wahl eine Fernsehdebatte. Und in der hat Kennedy noch nicht einmal besser argumentiert als Nixon. Aber er hat dabei besser ausgesehen. Ein Grund war dieser hier: Kennedy hatte sich unmittelbar vor der Debatte, die natürlich am Abend stattfand, noch einmal rasiert. Nixon dagegen nicht. Und entsprechend ungepflegt sah er aus. Nicht zuletzt das hat Kennedy die entscheidenden Stimmen gebracht.

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