Soll ich bei einer Einladung nachfassen?

Wenn Sie einladen, dann möchten Sie natürlich auch, dass wirklich Journalisten kommen. Aber wie stellen Sie das sicher? Bestimmt nicht dadurch, die Redaktionen zu nerven.

Die Standardvariante ist natürlich, der Einladung ein Rückmeldeformular beizulegen, versehen mit der Bitte, das doch auch auszufüllen und Ihnen zu schicken oder zu faxen oder zu mailen.

Tatsache allerdings ist, dass Redaktionen solche Rückmeldeformulare fast immer ignorieren. Warum sollten Sie sich binden, wenn Sie sich auch noch kurzfristig entscheiden können, ja häufig genug kurzfristig entscheiden müssen?

Das heißt übrigens auch, dass selbst eine erfolgte Zusage immer nur eine gänzlich unverbindliche Zusage ist. Selbst wenn der Journalist sich schon auf dem Weg zu Ihrer Pressekonferenz befindet, kann immer noch dem Bürgermeister ein Dachziegel auf den Kopf fallen und schon gibt es ein wichtigeres Thema, über das dringend berichtet werden muss.

Macht es Sinn, ein oder zwei Tage vorher noch einmal in der Redaktion anzufragen und nachzufragen, ob denn nun jemand kommt oder nicht? Nein, das macht es nicht. Dadurch fühlen sich die Journalisten nur genervt.

Allenfalls kann man Ihnen raten, ein, zwei Tage vorher in einer ganz kurzen, knappen Mail (und nur in einer Mail) noch einmal an Ihren Termin zu erinnern und die Redaktion wissen zu lassen, dass Sie sich freuen würden, wenn jemand käme. Das reicht. Alles andere ist eher kontraproduktiv.