Platz!

Kaum eine Veranstaltung kommt ohne Podiumsdiskussion aus. Und so sehr immer wieder an Alternativen gebastelt wird, hat sich das Konzept im Kern bewährt. Man muss halt nur etwas daraus machen. Und das beginnt schon bei der richtigen Platzierung der Teilnehmer einer solchen Runde.

Der Klassiker ist der Vorstandstisch. Und der ist eine Katastrophe. An dem sitzen die Teilnehmer der Runde nämlich artig aufgereiht. Nebeneinander. Der Tisch ist eine Barriere zwischen Podium und den Menschen im Saal. Und auf dem Podium kann keiner den anderen sehen. Gerade der Moderator ist völlig hilflos, weil er die Runde nicht mit Gesten steuern kann. Und überhaupt lebt das Gespräch in einer solchen Runde davon, dass die Gesprächspartner sich nicht nur hören, sondern eben auch sehen können. So ein Nicken oder auch ein Kopfschütteln und die jeweilige Reaktion darauf kann der Diskussion richtig gut tun!


Außerdem muss man wissen, dass Menschen im Stehen anders reden als im Sitzen. An Stehtischen fassen sich die Gesprächspartner erfahrungsgemäß kürzer, kommen schneller auf den Punkt, diskutieren lebhafter. Das klappt aber nur bei relativ kurzen Runden von maximal 45 Minuten. Danach ist so mancher mit Rückenschmerzen erschöpft. Und es hat bei allen Vorteilen auch einen Nachteil: Die Teilnehmer bewegen sich fast ununterbrochen. Eine Stehrunde wirkt immer unruhig. Und ein Hampelmann am Rande kann vom besten Diskussionsredner ablenken.


Bleibt die Sesselrunde im Halbkreis. Ja, da droht mancher im Sessel zu versinken und wegzunicken. Aber die Teilnehmer sehen sich. Der Moderator hat alle Gesprächspartner im Blick. Und für die Lebhaftigkeit ist er im Zweifelsfall selber zuständig. Das Publikum jedenfalls ist mit einer solchen Gestaltung vertraut. Und bei allen Vor- und Nachteilen funktioniert diese Variante fast immer am besten.


Eines allerdings gilt immer: Für welche Variante Sie sich entscheiden, das hängt immer auch von den Inhalten ab, die damit transportiert werden sollen.


Mehr über...
Tipps, Moderation, Diskussion,