Perfekt ist nicht perfekt

Natürlich soll ein öffentlicher Auftritt von uns so gut wie irgendmöglich sein. Wir wollen Eindruck machen. Ach, wäre das schön, wenn etwa ein Vortrag von uns perfekt wäre. Aber Vorsicht! Perfekt ist nicht perfekt!

Perfekt kann im Gegenteil fürchterlich unsympathisch sein. Wenn Sie den Zuhörern allzu deutlich machen, dass Sie in einer gänzlich anderen Liga spielen als die, werden die Sie vielleicht bestaunen, aber mögen werden die Sie nicht. Und um wirklich gut rüberzukommen, müssen Sie eben auch gemocht werden.


Nehmen wir mal den Schauspieler George Clooney. Der ist einmal ein erfolgreicher Schauspieler. Er sieht obendrein unverschämt gut aus. Dann schreibt er auch noch an Drehbüchern mit und verwirklicht als Regisseur beeindruckende Filme. Ach ja, und ein politisch korrekter Gutmensch von vorbildlichem Engagement ist er auch noch.


Kurz, der Kerl wäre eigentlich unerträglich, wenn er nicht selber genau um diese Gefahr wüsste. Und deswegen ist Clooney auch noch mit einer gehörigen Portion Selbstironie gesegnet und macht sich ständig über sich selber lustig.


Davon kann man nur lernen. Perfekt ist eben nicht perfekt.