Keine Fachausdrücke benutzen

Jeder Beruf hat seine Fachausdrücke. Jede Organisation ihre speziellen Formulierungen. Die müssen Sie kennen, wenn Sie in dem Bereich was werden wollen. Die sind aber verdammt hinderlich, wenn Sie mit anderen Leuten in Kontakt treten wollen. Mit Journalisten zum Beispiel. Wissen Sie übrigens, was ein Schusterjunge ist? Und – äh – ein Hurenkind?

Das sind zunächst einmal Beispiele. Beispiele für Fachausdrücke. Denn Fachausdrücke müssen beileibe nicht immer Fremdwörter sein. Der Schusterjunge und das Hurenkind stammen aus der Druckersprache. Sind also ganz nah am Journalismus.

Der Schusterjunge ist die erste Zeile eines neuen Absatzes, die zugleich die allerletzte Zeile einer Spalte oder einer Seite ist. Und das Hurenkind ist das Gegenteil, nämlich die letzte Zeile eines alten Absatzes, die zugleich die erste einer neuen Spalte oder Seite ist.

Beides sieht hässlich aus. Und beides wird bei der Seitengestaltung unter allen Umständen vermieden.

Und alle Leute vom Fach wissen sofort was gemeint ist. Aber mal ehrlich, hätten Sie es gewusst?

Also erwarten Sie nicht, dass der Journalist Ihre Fachausdrücke versteht. Und erwarten Sie selbst dann, wenn er sie versteht, nicht von ihm, dass er für Sie die Übersetzungsarbeit macht, damit auch die Leser, Zuhörer und Zuschauer Ihren Fachjargon verstehen. Kümmern Sie sich bitte selber um eine allgemeinverständliche Formulierung.

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