Journalisten haben doch keine Ahnung

Wer mit Journalisten zusammen arbeitet, der verspricht sich von diesem Kontakt viel. Im Idealfall „eine gute Presse“. Zumindest aber die umfassende und korrekte Darstellung der eigenen Meinungen, Leistungen und Interessen.

Aber immer wieder endet der Kontakt zu Journalisten mit einer Enttäuschung. Und nicht selten endet der Kontakt mit dem Fazit: „Journalisten haben doch keine Ahnung.“ Zu recht?

In der Tat haben wir Journalisten in der Regel keine Ahnung. Jedenfalls nicht von dem jeweiligen Spezialgebiet, um das es Ihnen geht. Ja, es gibt Fachjournalisten. Aber selbst die sind keine Wissenschaftler, machen keine Politik, spielen keinen Fußball. Das können sie nicht. Das wollen sie meist auch gar nicht.

Denn die Fähigkeit des Journalisten ist eine gänzlich andere. Uns geht es darum, spannende Themen interessant aufzubereiten. Davon haben wir Ahnung.

Genau das aber führt dazu, dass wir das fragen, was uns interessiert (und unsere Leser, Zuhörer und Zuschauer) und eben in der Regel nicht das, was Sie interessiert. Und genau deswegen entsteht die generelle Unzufriedenheit bei denen, die sich eben nicht täglich mit Journalismus befassen und auch nicht mit der Frage, was denn von der eigenen Arbeit tatsächlich die Öffentlichkeit interessieren könnte und was eben nicht.

Da müssen Sie durch. Wollen Sie Ihre Auffassung ohne jede Einschränkung in den Medien platzieren, so müssen Sie gegen Geld Anzeigen und Werbespots schalten. In allen anderen Fällen müssen Sie den Journalisten vertrauen. Ja, dieses Vertrauen wird immer wieder auch enttäuscht werden.

Aber damit das möglichst selten passiert und die Zusammenarbeit – im beiderseitigen Interesse übrigens – möglichst gut verläuft, deswegen gibt es hier diese Tipps und deswegen biete ich meine Seminare an.