Ich fasse mich kurz

Für einen Vortrag ist in der Regel eine bestimmte Länge vereinbart. Daran sollten Sie sich halten. Das weiß natürlich auch jeder. Viele schert es trotzdem nicht. Andere signalisieren gleich zu Beginn, dass sie sich kurz fassen wollen. Damit sollten Sie allerdings vorsichtig sein.

Damit keine Missverständnisse aufkommen: Vorsichtig sollten Sie mit der Ankündigung sein, nicht etwa mit dem Vorhaben, sich auch tatsächlich an die verabredete Länge zu halten. Denn das schätzen die Zuhörer schon, dass sich jemand nicht so wichtig nimmt, dass er meint, für ihn würden zeitliche Vorgaben nicht wirklich gelten.

Aber ich erlebe es immer wieder, dass Redner gleich zu Beginn ihres Vortrages darauf hinweisen, dass sie es kurz und knapp machen werden. Komischerweise sagen die das aber nur. Kaum einer hält sich allerdings anschließend auch daran. Im Gegenteil, gerade die, die es kurz und knapp machen wollten, machen es am Ende häufig lang und langatmig.

Mit der Ankündigung, sich kurz fassen zu wollen, wecken Sie aber eine Erwartungshaltung. Und wenn Sie die dann nicht erfüllen, dann nehmen Ihnen Zuhörer das auch gerne übel. Also verzichten Sie lieber auf die Ankündigung und überraschen Ihr Publikum dadurch, dass Sie sich trotzdem an den Zeitrahmen halten.

Übrigens gilt das auch für die beliebte Feststellung „Und damit komme ich zum Schluss!". Gerne folgen dann noch weitere zehn Minuten. Auch das ist Quatsch. Kommen Sie zum Schluss, aber sagen Sie es nicht noch groß.

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