Hilfe - ich hänge!

Viele Menschen brauchen eigentlich gar keinen ausformulierten Text, um einen Vortrag zu halten. Sie haben ihr Thema auch so drauf. Und trotzdem schreiben sie sich alles auf. Warum? Um sich daran festhalten zu können. Denn vor nichts fürchten wir uns bei einem Vortrag mehr als vor einem Hänger.

Wie peinlich! Wie unangenehm! Wie stehe ich denn jetzt da? Mitten im Vortrag weiß ich plötzlich nicht mehr weiter. Ich habe keine Ahnung, was ich eigentlich als nächstes sagen wollte. Der Kopf ist leer. Der Saal ist voll. Die Leute starren mich an. Und nu?

Nu sind alle ganz gespannt. Denn gerade passiert nicht etwa eine Katastrophe. Nein, es passiert etwas ungemein Menschliches. Der oder die da vorne ist ja doch kein Roboter. Dem passiert gerade das, wovor wir uns alle fürchten. Der ist ja einer von uns!

Die Katastrophe ist in der Regel nicht die Tatsache, dass Sie kurzfristig aus dem Konzept geraten. Die Katastrophe ist, dass Sie meinen das sei eine Katastrophe. Und wenn Sie dann noch versuchen, so zu tun, als sei doch gar nichts und als würde es schon keiner merken, dann allerdings laufen Sie tatsächlich Gefahr, sich zu blamieren.

Gehen Sie stattdessen lieber ganz offensiv mit Ihrem Hänger um. Gestehen Sie ihn ein. Sagen Sie es ganz offen. Bitten Sie lachend um Vorschläge, wie es denn jetzt wohl weitergehen könnte. Und schon haben Sie erstens die Zuhörer auf Ihrer Seite und zweitens sich selbst blitzschnell wieder im Griff.

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