Natürlich gibt es coole Socken. Je größer die Herausforderung ist, desto ruhiger werden sie. Ein Vortrag? Ein Interview? Aber immer. Aber gerne. Wobei die Fähigkeiten übrigens nicht unbedingt in einem vernünftigen Verhältnis zum Selbstbewusstsein dieser Leute stehen müssen.

Klar aber ist, die ganz große Mehrheit von uns verspürt in solchen Situation zumindest eine gewisse Anspannung. Viele leiden unter massivem Lampenfieber. Das wird von Ihnen als mittlere Katastrophe wahrgenommen. Aber ist Lampenfieber wirklich eine Katastrophe?

Nein, genau das ist das Lampenfieber nicht. Natürlich würden wir vor einem Interview gerne besser schlafen, weniger aufgeregt sein, weniger angespannt.

Aber all das würde zugleich bedeuten, dass wir auch weniger konzentriert wären. Denn genau das ist das Lampenfieber (von ein paar besonders extremen Formen jetzt mal abgesehen) in erster Linie: Konzentration.

Unser Körper (und unser Unterbewusstsein) teilen uns mit, dass wir uns einer besonderen Aufgabe stellen. Und unser Körper (und unser Unterbewusstsein) teilen uns auch mit, dass wir diese Aufgabe nicht auf die leichte Schulter nehmen. Deswegen sind wir angespannt. Deswegen sind wir konzentriert.

Gehen Sie ohne Lampenfieber in ein Interview, dann gehen Sie auch unkonzentriert in ein solches Interview. Sie nehmen die Situation nicht wirklich ernst. Und umso schwieriger wird die am Ende zu bewältigen sein.

Und in der Regel ist das Lampenfieber genau in dem Augenblick verschwunden, in dem es wirklich gilt. Dann, wenn das Interview beginnt.

Sicher, das macht das Lampenfieber selbst trotzdem nicht angenehmer. Es wird immer unangenehm sein. Aber es macht die damit verbundene Angst vielleicht ein wenig geringer.

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