Freiheit für den Vortragenden

Keine Frage, die meisten von uns sind auf einer großen Bühne verunsichert und deswegen heilfroh, sich an einem Rednerpult und am Manuskript festhalten zu können. Wenn Sie aber frei sprechen wollen und können, dann sollten Sie das auch richtig machen.

Wer frei redet, der fasziniert natürlich schon ganz alleine damit. Was die oder der sich zutraut! Derart im Thema drin! Allenfalls mit einem einzigen Notizzettel! Und das vor einem rappelvollen Saal!

Wenn Sie sich das tatsächlich zutrauen und wenn Sie das tatsächlich können (was nicht unbedingt identisch ist!), dann sollten Sie sich aber auch die komplette Freiheit nehmen. Das heißt: Dann brauchen Sie auch kein Rednerpult. Dann sollten Sie sich auf der Bühne frei bewegen. Das zeigt Engagement. Das zeigt gedankliche Bewegungsfreiheit auch als körperliche Bewegungsfreiheit.

Aber Vorsicht: Bewegen Sie sich auf der Bühne, aber tanzen Sie nicht auf ihr herum. Werden Sie nicht zum Vorturner. Rennen Sie nicht hin und her. Lenken Sie mit Ihren Bewegungen nicht von Ihren Worten ab. Nutzen Sie vielmehr Bewegungen und Gesten, um das Gesagte zu unterstreichen.

Und klären Sie auch das vorab: Welches Mikrofon wollen Sie nutzen? Das drahtlose Mikro in der Hand oder das mit Bügel hinter den Ohren befestigte Mikro mit größter Bewegungsfreiheit (und lästigem Kneifen hinter den Ohren)? Auf keinen Fall sollten Sie mit einem Krawattenmikrofon arbeiten. Denn je mehr Sie sich bewegen, desto leichter verrutscht das und funktioniert dann nicht mehr richtig.

Letzter Hinweis: Klären Sie mit dem Bühnentechniker, was aus dessen Sicht Ihr optimaler Aktionsradius auf der Bühne ist, wo Sie am besten gesehen werden, am besten ausgeleuchtet sind. Je größer die Bühne, desto wichtiger ist das.

Und dann genießen Sie die Freiheit und nutzen Sie sie.

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