Eine Diskussion sollte auch eine Diskussion sein

Eine Podiumsdiskussion heißt nicht umsonst so. Da sollen Menschen miteinander reden. Miteinander diskutieren. Und etwas anderes sollen sie nicht: Referate halten. Passiert aber immer wieder.

Als Moderator einer Podiumsdiskussion müssen Sie von Anfang an genau das tun: Moderieren. Und das heißt, Sie müssen Fragen stellen.

Oft werden auf dem Podium die Teilnehmer zum Auftakt erst einmal gebeten, ein grundsätzliches Statement abzugeben. Das kann dauern. Und es funktioniert häufig so: Redet der erste Experte fünf Minuten, dann muss der zweite sechs Minuten reden, um zu zeigen, dass er noch mehr weiß.

Selbst bei nur vier oder fünf Teilnehmern (und viele Runden sind größer) ist so ruckzuck eine halbe Stunde vertan, bevor überhaupt erst in Ansätzen so etwas wie ein Gespräch zustande kommt.

Erteile ich als Moderator jemandem das Wort, so muss ich artig warten, bis der mir das zurück gibt. Stelle ich ihm aber eine Frage, so kann ich jederzeit dazwischen grätschen und nachsteuern, wenn mir der Gesprächspartner aus dem Ruder zu laufen droht.

Deswegen ist das hier eine Grundregel für die Moderation jeder Podiumsdiskussion. Der Moderator stellt von Anfang an Fragen. Statements gibt es nicht.

PS. Sicherheitshalber sollte das den Podiumsteilnehmern übrigens vorher mitgeteilt werden, damit die nicht etwa ein Statement vorbereiten und dann verärgert sind, wenn sie es nicht vortragen dürfen.

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