Die Vor- und die Nachteile von Telefoninterviews im Radio

Radio hat einen großen Vorteil. Es ist blitzschnell. Und im Gegensatz zum Fernsehen ist der technische Aufwand minimal. Im Zweifelsfall reicht ein Telefon, um ein Interview geben zu können. Das ist ein großer Vorteil. Das ist aber auch ein Nachteil.

Sie haben eine Menge zu tun. Sie haben wenig Zeit. Und deswegen ist es für Sie bei der Anfrage eines Hörfunk-Senders für ein Live-Interview die einfachste Variante, es von Ihrem Telefon aus zu geben.

In der Regel werden die Redakteure der Sendung Sie aber trotzdem bitten, in ein Studio zu kommen. Entweder in das der Sendung. Oder aber eben bei einem überregionalen Programm in eines der Außenstudios. Das ist für Sie deutlich mehr Aufwand. Aber wenn Sie auch nur irgendwie die Zeit dafür haben, dann sollten Sie auf den Wunsch eingehen. Und zwar in Ihrem eigenen Interesse.

Wenn Sie ein Interview geben, dann wollen Sie gehört werden und dann wollen Sie verstanden werden. Und das heißt: Sie wollen nicht nur inhaltlich verstanden werden. Sie wollen auch akustisch verstanden werden.

Ja, heutzutage sind Telefonleitungen meistens prima. Aber Sie sind eben nicht das, was die Redaktionen „Studio-Qualität“ nennen. Sie klingen also immer schlechter als der Moderator. Sie werden obendrein auch immer ein wenig schlechter verstanden als er.

Hinzu kommt, dass Radio nicht zuletzt im Auto gehört wird. Also dort, wo die Störgeräusche besonders laut sind.

Aus all diesen Gründen ist es in Ihrem Interesse, schon akustisch möglichst gut zu klingen. Denn was nützen die besten Argumente, wenn sie nicht vernünftig gehört werden können?


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