Die Sperrfrist

Idealerweise sollten Sie versuchen, die Medien gleichzeitig zu informieren, um denen bei der Berichterstattung auch gleiche Chancen zu geben. Bei besonders wichtigen Anlässen wird dazu gerne die sogenannte „Sperrfrist“ benutzt. Was ist das und was taugt die?

Eine Sperrfrist ist ein von Ihnen festgelegter Termin, vor dem Journalisten die von Ihnen zur Verfügung gestellte Information nicht veröffentlichen dürfen. Sie wird eingesetzt, um Informationen vorab zur Verfügung zu stellen und dann eine fundiertere Berichterstattung zu ermöglichen.

Etwa bei wichtigen Personalentscheidungen. Oder aber auch bei der Einladung zu Presseveranstaltungen, bei denen Sie den Journalisten natürlich vorab das Thema nennen müssen, aber nicht wollen, dass schon vor Ihrer Veranstaltung darüber berichtet wird. Oder schließlich auch, wenn den Medien ein wichtiger Redetext zugänglich gemacht wird, noch bevor die Rede gehalten wird.

Tatsächlich aber machen Sperrfristen heutzutage immer weniger Sinn. Die Berichterstattung wird immer schneller. Und im Grunde warten die meisten Journalisten bei wirklich wichtigen Themen nur darauf, dass irgendein Kollege die Sperrfrist durchbricht. Dann fühlen Sie sich selbst auch nicht mehr daran gebunden. Und einer durchbricht sie fast immer. Der Deutsche Presserat, der für Beschwerden zuständig ist, stellt es Redaktionen sogar grundsätzlich frei, ob sie Sperrfristen beachten oder nicht.

Außerdem haben Sie kaum ernsthafte Sanktionsmöglichkeiten. Das heißt, mit Sperrfristen erreichen Sie nichts. Also sollten Sie nach Möglichkeit lieber darauf verzichten.

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