Brauch ich Social Media?

Schon die spontane Reaktion auf diese Frage ist eine Alterssache. Jüngere Menschen werden sich wundern, dass man überhaupt noch ernsthaft diese Frage stellt. Ältere Menschen dagegen haben eine fast natürliche Abwehrhaltung gegen die Zurschaustellung im Web 2.0. Was also ist richtig?

Ja, das ist schon bisweilen merkwürdig, was sich da bei Facebook, Twitter und all den anderen ereignet. Es gibt tatsächlich Menschen (und zwar nicht zu knapp), die tatsächlich Fotos von ihrem Abendessen ins Netz stellen und das für eine wichtige Nachricht halten. 


Und trotzdem kommen Unternehmen, Verbände, Organisationen heutzutage an diesen neuen Medien nicht länger vorbei. Ein Beispiel aus der realen Welt von heute: Vor einigen Jahren hat das britische Kaufhaus Marks & Spencer beschlossen, dass größere Büstenhalter wegen der höheren Herstellungskosten im Laden auch mehr kosten sollten.


Davon fühlte sich eine betroffene Frau benachteiligt. Früher hätte die einen Protestbrief an das Unternehmen geschrieben. Der wäre in den Müll gewandert. Und das wäre es gewesen. Heute aber hat diese Frau über das Internet in einer Woche 50.000 weitere Frauen mobilisiert, die gegen Marks & Spencer wetterten. Schnell sprangen auch die herkömmlichen Medien auf die Geschichte auf. Am Ende musste die Firma ganz klein beigeben. Büstenhalter aller Größen haben wieder einen Einheitspreis.


Wer solche Kampagnen nicht mitbekommt, wer nicht reagiert und wer kein eigenes Konzept hat, wie es am besten zu solchen Situationen gar nicht erst kommt, der kann heutzutage ruckzuck sein blaues Wunder erleben. Und deswegen braucht heute jeder eine Strategie auch für die sozialen Medien.


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