Aber kann ich nicht doch etwas gegen Lampenfieber tun?

Lampenfieber ist schrecklich. Und Lampenfieber ist wichtig. Weil es Konzentration bedeutet. Profis wissen irgendwann, wie wichtig es ist, vor einem Auftritt, vor einer Rede, vor einer Präsentation und eben auch vor einem Interview Lampenfieber zu haben. Als Zeichen dafür nämlich, dass sie die bevorstehende Aufgabe auch wirklich ernst nehmen. Aber dieses Wissen macht das Lampenfieber natürlich trotzdem nicht einfacher. Können Sie also nicht vielleicht doch etwas gegen das lästige Lampenfieber tun?

Es gibt kein Mittel gegen Lampenfieber. Und das einzige, das wahrscheinlich halbwegs zuverlässig helfen würde, verbietet sich von selbst: Alkohol. Kommen Sie ja nicht auf die Idee, sich vorher Mut anzutrinken. Im Zweifelsfall gilt die Devise: Lieber stottern als lallen!

Aber was können Sie sonst tun? Die Liste der Tipps ist endlos. Und keiner dieser Tipps hilft Ihnen zuverlässig gegen Lampenfieber.

Atmen Sie kurz vorher mehrfach langsam und tief ein und aus. Lutschen Sie ein Bonbon. Schließen Sie kurz die Augen. Ballen Sie mehrfach die Fäuste. Straffen Sie den Körper. Berühren Sie mit dem rechten Zeigefinger das linke Ohrläppchen und flüstern Sie drei Mal: „Ich esse gerne Eierplätzchen!“

Wie bitte? Der letzte Tipp erscheint Ihnen ein wenig arg merkwürdig? Stimmt. Aber im Grunde ist er nicht merkwürdiger als jeder andere Tipp auch. Jeder geht mit Lampenfieber anders um. Jeder muss sich anders beruhigen. Und jeder muss seinen eigenen Weg gehen

Machen Sie sich dabei eines klar: Selbst die coolsten Redner oder Interviewpartner sind in Wirklichkeit viel aufgeregter als sie wirken.

Es gibt kein Allheilmittel gegen Lampenfieber. Und sollten Sie eines finden, dann lassen Sie es sich patentieren. Damit würden Sie viel Geld verdienen.