16.04.2010

Zum Lesen verurteilt

Schöne Geschichte heute in der Süddeutschen. Ein Jugendrichter in Fulda verzweifelt an seiner Kundschaft. Arbeitsstunden als Strafe? Das zeigt wenig Wirkung. Und dann hat der Mann eine Idee.

Ja, tatsächlich, der Richter verurteilt die jungen Angeklagten zum Lesen. Nicht alle. Aber die, bei denen er noch einen Funken Hoffnung hat, dass das Lesen ihnen was bringen könnte. Das Eintauchen in eine andere Welt. Das Erleben eines anderen Lebens. Und natürlich auch die schiere Konzentrationsaufgabe, sich durch so ein Buch mal durchzukämpfen und am Ende zu merken, dass es womöglich mehr ist als nur ein Kampf.

Zum Schluss müssen die Verurteilten einen Aufsatz über das gelesen Buch schreiben. Fünf Seiten lang. Einer hat neulich nicht fünf Seiten abgeliefert. Der hat gleich 13 geschrieben. Tolle Sache.

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