29.04.2010

Schweigelübde

Wer in der Öffentlichkeit steht, der muss auch mit ihr kommunizieren. Und das heißt in der Regel auch, der muss mit uns Journalisten sprechen. Anders geht das auf Dauer nicht gut. Aber es gibt auch ein Gegenbeispiel. Ein sehr erfolgreiches Gegenbeispiel: Apple.

Der Spiegel hat in dieser Woche seine Titelgeschichte dem Kult-Konzern gewidmet. Und natürlich hätten die Spiegel-Reporter dazu auch gerne mit Vertretern des Unternehmens gerdet. Nur: Die halten die Klappe. Und zwar ziemlich rigoros.

So zitiert der Spiegel den deutschen Apple-Sprecher Georg Albrecht, der schriftlich auf Anfrage das hier mitteilte: „Apple gibt leider keine Einblicke in sein Innenleben. So gerne ich so eine Story unterstützen würde, weiß ich, dass wir hier Ihnen keine Gesprächspartner anbieten können." Und die Firmenzentrale in den USA lehnte jeden Kommentar ab.

Das verstößt gegen alle Regeln. Gegen alles, was Unternehmen und Organisationen gewöhnlich in Sachen Öffentlichkeitsarbeit beigebracht wird. Und es funktioniert trotzdem. Neben Google ist Apple derzeit wohl der am meisten beachtete Konzern weltweit. Was zeigt, dass es von jeder Regel eben auch eine Ausnahme gibt.

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