04.11.2013

Auf den Hund gekommen

Nein, auch ich hab nicht jeden Tag was zu sagen. Auch ich geb gerne mal ein paar Wochen Ruhe. Aber dann werde ich langsam unruhig, weil ich weiß, dass ein Öffentlichkeitsarbeiter (und der bin ich ja) auch in der Öffentlichkeit präsent sein muss. Politiker (und die sind ja auch Öffentlichkeitsarbeiter) wissen das auch. Die meisten allerdings nur vor der Wahl. Und das ist natürlich ein Fehler.

Was ist vor der Bundestagswahl alles gepostet und getwittert worden! Mehrfach am Tag haben mich wahlkämpfende Politiker mit Informationen versorgt. Oder zumindest mit dem,  was sie für Informationen gehalten haben. Ich kenne jetzt sogar mehrere Hunde. Also Politikerhunde. Also Hunde von Politikern. Selbst die sind mir geschickt worden.

Aber am Tag nach der Wahl ist dann eine seltsame Ruhe eingekehrt. Keine Hunde mehr. Keine Posts mehr. Keine Tweets mehr. Gut, natürlich muss sich so ein Politiker von so einem Wahlkampf auch erst einmal erholen. Aber inzwischen ist mir klar geworden: Es gibt Politiker, die wissen, wie man die Sozialen Medien nutzt. Und es gibt die, die es nicht wissen. Und das sind die, die seit Wochen schweigen.

Nein, das hier ist kein Plädoyer für noch mehr Hundefotos von Bundestagsabgeordneten. Das ist nur ein Plädoyer dafür, in der Öffentlichkeitsarbeit kontinuierlich präsent zu sein und eben nicht nur zu Wahlkampfzwecken.

Den süßesten Hund hat übrigens Sebastian Edathy von der SPD.