Das richtige Rednerpult

Sicher, niemand wünscht sich zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein Rednerpult. Und nein, in der Regel haben Sie bei einem Vortrag nicht mehrere Rednerpulte zur Auswahl. Und selbstverständlich gilt immer der Hinweis, dass Sie sich nicht am Red-nerpult festhalten sollten. Und trotzdem habe ich hier mal ein paar Tipps zum richtigen Rednerpult zusammengestellt.

Denn immer wieder stelle ich fest, dass mit dem Thema Rednerpult fast immer nur die Designer und die Handwerker befasst sind. Also Menschen, die so gut wie nie selbst hinter dem von ihnen entworfenen und gebauten Rednerpult stehen müssen. Das merkt man Rednerpulten leider immer wieder an.

Ich musste mal hinter einem stehen, das von außen mit einer gebogenen Metall-Lochmaske verkleidet war. Wird immer wieder gerne genommen. Sieht für das Publikum ausgesprochen cool aus. Nur hat niemand daran gedacht, was passiert, wenn von vorne das Scheinwerferlicht durch die Löcher auf das Manuskript fällt. Vor lauter Punkten sieht der Redner seinen eigenen Text nicht. Ich konnte mich noch durch meine Begrüßung stümpern, der nachfolgende Minister hatte ein echtes Problem.

Das ideale Rednerpult hat fest installierte Mikrofone und eingebautes Licht. Es sollte unbedingt in der Höhe verstellbar sein. Ich kenne prominente Politiker, die haben im Kofferraum ihres Dienstwagens für Notfälle eine Holzkiste als Podest dabei, falls nur noch ihre Stirn hinter einem zu hohen Rednerpult hervorschaut.

Und dann ist es eine Unsitte vom Veranstalter, den Laptop für nachfolgende Präsentationen mitten auf das Rednerpult zu stellen. Wo bitte soll ein Redner dann seine Notizen ablegen? Das ideale Rednerpult hat einen seitlichen Ausziehtisch für den Laptop. Es gibt natürlich Pulte mit integriertem Bildschirm. Aber auch die müssen dann bitte so groß sein, dass neben oder unter dem Bildschirm Platz für ein Redemanuskript ist.

Und noch eine Kleinigkeit zum Schluss: Bei kaum einem Rednerpult ist daran gedacht worden, dass der jeweilige Veranstalter vorne vor gerne ein Plakat seiner Veranstaltung befestigen möchte. Neulich allerdings hatte ich ein Traum-Rednerpult. Da musste gar kein Plakat mehr dran befestigt werden. In die Front war für diesen Zweck eine digitale Präsentationsmöglichkeit integriert. Ein Traum zwischen lauter Albtraum-Rednerpulten.

 

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