19.04.2018

Nichts ist unmöglich

Kennen wir alle, den Spruch. Und sofort stellt sich eine ganze Kette von Assoziationen ein. Der Erfolg von Toyota. Die Werbung mit dem Slogan. Und dann im vergangenen Jahr der rasante Absturz mit zahlreichen Rückrufaktionen. Natürlich begleitet von hämischen Kommentaren unter der Überschrift „Nichts ist unmöglich“. Jetzt aber kriegt der Slogan einmal mehr eine völlig neue Bedeutung.

Der japanische Autokonzern kam aus den Entschuldigungen gar nicht mehr heraus. Schließlich sollten durch Schlampereien bei der Herstellung sogar Menschen am Steuer ums Leben gekommen sein. Alle Register der Öffentlichkeitsarbeit wurden gezogen. Die Rückrufaktionen wurden begleitet von Selbstanklagen, von Versprechungen, künftig alles besser machen zu wollen.

Und jetzt das: Tests in den USA, mit denen übrigens ausgerechnet die NASA beauftragt war, haben ergeben, dass Toyota überhaupt nichts falsch gemacht hat. An den verdächtigen Fahrzeugen konnten keinerlei Produktionsfehler gefunden werden. Nichts ist unmöglich. Toyota hat sich nichts vorzuwerfen. Und die Öffentlichkeit hat Toyota auch nichts vorzuwerfen. Nur ist das alles für das Unternehmen ein Jahr zu spät herausgekommen. Und deswegen war die Öffentlichkeitsarbeit in der Krise völlig richtig, denn auch wenn es bei den Autos kein Problem gab. In der öffentlichen Wahrnehmung hatte Toyota eben doch eins.

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