17.09.2010

Kurz und knapp

Kürzlich habe ich im WDR-2-Mittagsmagazin den Bonner Politikwissenschaftler Gerd Langguth interviewt. Im Vorgespräch habe ich ihm gesagt, dass wir nur drei Minuten für das Gespräch haben würden. Darauf er: „Also die übliche Variante: Lange Fragen und kurze Antworten.“

Ganz so ist es natürlich nicht. Idealerweise stelle ich meine Fragen kurz und knapp. Aber genauso idealerweise sollte der Gesprächspartner kurz und knapp antworten. Genau das hat Langguth auf den Punkt gebracht. Er weiß das. Er ist ein Medienprofi. Deswegen tritt er auch viel häufiger in den Medien auf als die meisten seiner Kollegen.

Sie können in Ihrem Fachgebiet noch so qualifiziert sein, wenn Sie sich nicht allgemeinverständlich ausdrücken können und das auch noch kurz und knapp, dann werden Sie in den Medien nicht präsent sein. Oder wie das bei uns heißt: Dann werden Sie da nicht stattfinden.

Dinge auf den Punkt zu bringen, das ist eine der Aufgaben von Journalismus. Dinge auf den Punkt zu bringen, das ist auch eine Ihrer Aufgaben, wenn Sie sich denn dazu entschlossen haben, nicht nur im Verborgenen zu wirken.

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