21.01.2010

Durch dick und dünn

Ganz heikle Geschichte. Die Menschen werden im Schnitt immer dicker. Und das schafft immer mehr Probleme. Übrigens auch Kommunikationsprobleme.

Es ist nämlich so: Auch der Dicke (und hier ist wirklich der massiv Dicke vom Schlage Rainer Calmund gemeint) verreist natürlich gerne. Das ärgert den Dünnen. Jedenfalls dann, wenn er etwa im Flieger neben einem massiv Dicken zu sitzen kommt, der in den Sitz des Dünnen herüber schwappt.

Manche sind inzwischen so dick, dass es mit einem Sitz nicht mehr getan ist. Die brauchen zwei. Und jetzt kommt die Frage: Müssen die denn dann auch zwei Sitze bezahlen?

Bisher trauen sich die Fluggesellschaften nicht so richtig. Aber die niederländische KLM tastet sich jetzt langsam an das Thema heran. Und damit sind wir bei der Kommunikation. Denn das muss ja so verkauft werden, dass es keinen Ärger gibt, womöglich gar mit Boykottaufrufen.

Die britische Kaufhauskette Marks & Spencer ist mal jämmerlich mit dem Versuch gescheitert, überdurchschnittlich große Büstenhalter etwas teurer zu verkaufen als die normal großen. Ruckzuck hatten sich die betroffenen Damen im Internet zu einer Protestwelle formiert und das Unternehmen musste einen Rückzieher machen.

Jetzt also robbt sich KLM ganz vorsichtig an das heikle Thema der Körperausmaße heran. Nein, man wolle nicht diskriminieren. Aber es gehe doch darum, allen Passagieren den gleichen Komfort zu bieten. Und erst einmal müssen die Dicken für den Zweitsitz auch nicht den vollen Preis bezahlen.

Bin gespannt, wie die Sache ausgeht.

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