Mein Notizbuch

Das richtige Rednerpult

Sicher, niemand wünscht sich zu Weihnachten oder zum Geburtstag ein Rednerpult. Und nein, in der Regel haben Sie bei einem Vortrag nicht mehrere Rednerpulte zur Auswahl. Und selbstverständlich gilt immer der Hinweis, dass Sie sich nicht am Red-nerpult festhalten sollten. Und trotzdem habe ich hier mal ein paar Tipps zum richtigen Rednerpult zusammengestellt.

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Glossen

Das Leben ist ernst, also es ist ernsthaft ohne ein Augenzwinkern häufig nicht wirklich zu ertragen.

Deswegen zwinkere ich gerne. Im richtigen Leben und auch auf Papier. Vorzugsweise auf Zeitungspapier. Viele, viele Jahre habe ich in der Wochenend-Beilage der Westfalenpost eine Reihe unter der Überschrift „Laute Post“ geschrieben. Also das Gegenteil von, na klar, von Stille Post.

Das hier sind ein paar Beispiele davon:


Liebe Hunde-Besitzer,

Hundeschulen sind ja inzwischen total in Mode. Kaum ein Tier, das nicht die mittlere Reife hat. Die ersten werden demnächst bestimmt an Universitäten angemeldet. Wobei ich ja schon die Sache mit der mittleren Reife schwierig finde.

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Liebe Telefonisten,

früher war das ja ein Beruf: Telefonist. Das musste gelernt werden. Da konnten nur Fachkräfte ran. Heute ist jeder von uns Telefonist. Und das ist ganz schön anstrengend. Findet die eine Hälfte der Menschheit. Die andere telefoniert rund um die Uhr. Auch bei der Arbeit.

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Liebe Mittelmäßige,

ich weiß nicht, ob dieser Satz des französischen Philosophen Paul Valéry uns tatsächlich trösten kann. Der Satz jedenfalls geht so: „Das Leben hat nur durch seine Extreme wert.“ Und an dieser Stelle müssen Sie sich jetzt bitte alle eine große Kunstpause denken, denn anschließend geht der Satz so weiter: „Und nur durch das Mittelmaß Bestand.“

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Liebe Paare,

neulich hab ich irgendwo diesen schönen Satz hier gelesen: „Wenn zwei Menschen immerzu der gleichen Meinung sind und das Gleiche wollen, dann ist einer von beiden überflüssig.“ Ich fand den Satz klasse. Meine Frau hat ihm heftig widersprochen. Das war auch gut so, sonst wäre ja am Ende womöglich noch ich derjenige gewesen, der überflüssig wäre.

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Liebe Stubenhocker,

die meisten von uns sind ja inzwischen Weltreisende. Ihr dagegen hockt daheim auf dem Sofa und rührt Euch nicht. Ihr habt ja keine Ahnung, was Euch da entgeht.

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Liebe Krimi-Leser,

ist Ihnen eigentlich klar, welche Schuld Sie durch das Lesen von Kriminalromanen auf sich laden? Nein, jetzt nicht im juristischen Sinne. Aber im Grunde haben doch auch Sie als Leser von Krimis so etwas wie eine moralische Verantwortung.

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Liebe Übersetzer,

ich höre immer wieder Geschichten, wie schlecht Eure Arbeit bezahlt wird. Deswegen, so heißt es, sind viele Bücher inzwischen so unglaublich schlecht übersetzt. Ihr arbeitet im Akkord. Da kann ja nix beim rumkommen.

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Liebe Modeschöpfer,

diese Gesellschaft wird bekanntlich immer älter. Das heißt, im Schnitt werden die Menschen immer älter. Das heißt natürlich auch, die Altersunterschiede werden immer größer. Und jetzt kommt das Paradox: Aber gleichzeitig kann man die immer größer werdenden Altersunterschiede immer weniger sehen. Und daran habt Ihr einen ziemlichen Anteil.

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Liebe Hausbesitzer,

ich gehöre ja dazu. Ich bin einer von Euch. Oder genauer: Wir sind zwei von Euch. Oder noch genauer: Wir sind drei von Euch. Also meine Frau, ich und die Bank. Gemeinsam gehört uns eine schicke Doppelhaushälfte im Grünen. Und da sich die Bank als Unterkunft mit einem Aktenordner zufrieden gibt, lässt es sich da ganz gut leben.

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Liebe Kunden,

es ist ja so, es gibt Durchschnitt und es gibt Luxus. Ich kann zum Beispiel eine Armbanduhr für zehn Euro tragen. Oder eine für 100 Euro. Oder eine für 100.000 Euro. Wobei ich persönlich jetzt nur eine für 10 oder für 100 Euro tragen kann. Das ist ja gerade der Luxus. Genau das, was ich nicht habe und leider auch nicht haben kann.

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Liebe Kranke,

ja, die Gesundheit ist ein kostbares Gut. Weswegen ja auch die Pillen und Salben zur Wiederherstellung unserer Gesundheit meistens nicht ganz billig sind. Daher fand ich es durchaus interessant, dass mir eine dieser umstrittenen, aus dem Ausland operierenden Billig-Apotheken neulich ihren Katalog geschickt hat.

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Hallo,

ist Ihnen das auch schon aufgefallen, dass immer mehr Leute immer häufiger „Hallo“ sagen. Aber Hallo. Ist wirklich so. Und sie sagen es nicht nur, sie schreiben es auch. Und das finde ich ganz zauberhaft.

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Lieber Marburger Bund,

Du bist ganz sicher eine verdienstvolle Organisation, die sich in besonderer Weise um die Interessen der in Deinen Reihen zusammen geschlossenen Ärzte kümmert. Ja mehr noch, in dieser verdienstvollen Organisation gibt es ganz sicher auch besonders verdienstvolle Mitglieder, die man bei Gelegenheit für ihre sehr besonderen Verdienste auch mal besonders auszeichnen sollte.

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Liebe Lebenslängliche,

das wissen wir ja inzwischen hinlänglich aus der entsprechenden Berichterstattung. Lebenslang heißt in Deutschland nicht lebenslang. Lebenslang heißt in der Regel 15 Jahre plus noch ein paar Jahre zusätzlich. Jedenfalls heißt es eins eben nicht: Lebenslang.

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Liebe Erleuchtete,

neulich war es ganz finster, aber dann kamt Ihr und das ging so: Meine Frau und ich aßen im Restaurant gerade einen Salat, als am Nachbartisch ein sehr gelockter Herr und drei ausgesprochen aufgekratzte Damen Platz nahmen. Der Herr hatte so eine Art Schneebesen dabei, dem allerdings die untere Hälfte abgeschnitten worden war. Damit massierte er wechselweise seinen eigenen und auch die Köpfe der begleitenden Damenschaft.

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